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Jenssen ist einer der bekanntesten Künstler skandinavischer Herkunft.
Auch
wenn er seit 1983 überwiegend in Berlin lebt, ist er stark mit dem
Kunstleben der
nordischen Länder verbunden und regelmäßig in Ausstellung
der bedeutendsten
nordischen Institutionen präsentiert worden.
Dörrie * Priess haben 1988 in Hamburg Jenssens erste Einzelausstellung außerhalb
Skandinaviens
ausgerichtet. Spätestens seit der Teilnahme an der documenta IX
ist
Olav Christopher
Jenssen auch einem internationalen Publikum bekannt.
Jenssen arbeitet in Werkgruppen. "Lack of Memory", "Biographie",
"Palindrome" und
zuletzt "Time Paintings" sind diese Zyklen benannt. Die Arbeiten
sind jeweils in motivischer
Hinsicht und in ihren malerischen Strukturen eng miteinander verbunden.
Ein Ansatz
wird vom Künstler permutierend durchgearbeitet, Malerei heute in
ihren Möglichkeiten
erforscht.
Bei aller radikalen Bildfindung in seiner Malerei erhält sich Jenssen
immer noch die
poetische Komponente, die sich seit den frühen noch an nordische
Landschaften
erinnernden Arbeiten durch das Werk zieht. Die früher deutlichen
literarischen Bezüge
sind jedoch bei den Arbeiten der "Palindrome"-Serie auf rätselhafte
Buchstabenfolgen
reduziert, die dem Betrachter assoziativ Verstehensebenen öffnen.
Die abstrakten
Bilder Jenssens werden an textliche Ebenen angebunden und damit zugleich
für eine
vielschichtige Bedeutungsanalyse geöffnet.
Parallel zu seiner Malerei hat Olav Christopher Jenssen ein umfassendes
zeichnerisches
Werk entwickelt. Tagebuchartige Notate verbinden sich mit zeichnerischen
Erkundungen.
In diesem Medium werden aber auch neue Bildideen zuerst erprobt und
unbefangen durchgearbeitet.
Das Persönliche seiner Papierarbeiten auf ein anderes Medium zu
übertragen, ist
Jenssen überzeugend mit seinen großformatigen Wandarbeiten
für Unternehmen
und Institutionen gelungen. Seine Wandmalerei im Berliner "Museum
der Dinge"
und das Mosaik für den Neubau der Universität Oslo sind dafür
Beispiele. Zugleich
sind diese Arbeiten eindrucksvolle künstlerische Setzungen im öffentlichen
Raum,
die die Identität dieser Orte maßgeblich mit prägen.
Seit einigen Jahren
bilden auch Skulpturen einen immer wichtiger werdenden Teil
im Werk von Olav Christopher Jenssen.
Die letzte große Ausstellung in einer deutschen Institution war 2008 die Ausstellung
"Zeitweise" im Berliner Haus am Waldsee. Sie zeigte zum ersten Mal die gesamte
Bandbreite des Schaffens von Olav
Christopher Jenssen: von der großformatigen
Malerei über Papierarbeiten bis zu
raumgreifenden Installationen. Es ist ein
Katalog im Verlag der Buchhandlung Walther
König erschienen.
aktuell:
Neue Arbeiten zeigte 2010/11 in einer umfassenden Einzelausstellung Kunsthallen Brandts
im dänischen Odense.
Die Ausstellung markierte den Auftakt zu einer Ausstellungstournee
mit Stationen in Dänemark,
Finnland und
Norwegen.
Im Verlag der Buchhandlung Walther König ist der Katalog zur Ausstellung erschienen.
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