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aus "Erzählung am Boden", 2001, Enkaustik
auf Papier
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"Auf
jeden Fall", 2002, Enkaustik
auf Holz, 54 x 60 cm |
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Martin Assig, 1959 in Schwelm geboren, malt nahezu ausschließlich
mit Wachs.
Diese sehr alte, aber heute nur noch selten benutzte Maltechnik der Enkaustik
ermöglicht es ihm, Bilder von starker Intensität und besonderer
Farbigkeit
zu schaffen.
Der Künstler kann die Zusammensetzung und die Dichte des Pigments
im
verflüssigten Wachs steuern und leuchtende Bildwerke mit leicht reliefartiger
Oberfläche erzeugen.
Assigs Bilder zeigen häufig Körperteile, Körperausschnitte
oder Frauen in Korsagen
und Kleidern, die die körpereigenen Netzstrukturen der Blut- oder
Nervenbahnen nach
außen abzubilden scheinen. Tradierte Symbole und Zeichen werden
zu
Strukturen gereiht, die mal ornamental erscheinen und mal organisch wirken.
Sie
erinnern dann an Zellstrukturen, Wasserwirbel und andere Grundformen der
Natur.
Gleichgewichtig neben der Malerei steht das zeichnerische Werk Assigs.
Häufig
arbeitet er auf schon bedrucktem oder genutztem Papier, reagiert auf Vorgegebenes
und schafft doch Neues. Fragmente des Gefundenen und alte Techniken wie
der
Scherenschnitt lassen eine andere Zeit anklingen und treten in Korrespondenz
zur
Gegenwärtigkeit der Künstlerzeichnung.
Die Arbeiten von Martin Assig wurden in Einzelausstellungen unter anderem
im
Saarlandmuseum Saarbrücken, der Kunsthalle zu Kiel (1996), dem Museum
van
Hedendaagse Kunst Gent (1997), der Hamburger Kunsthalle (2000) dem
National Centro de Arte Reina Sofia Madrid (2001), dem Museum Weserburg
Bremen (2002) und dem Museum Jena (2006) gezeigt.
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